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Kontakte zwischen Gmail und iPhone synchronisieren (und die Standardaccount-Falle)

Aktuelle iOS-Einstellungen für Google-Sync, manuelles CardDAV, vCard-Umzug zwischen iCloud und Google, die Standardaccount-Falle — und eine Fehlermatrix.

Von Endearist Team 12 Min. Lesezeit Aktualisiert

Gmail-Kontakte aufs iPhone zu holen ist eine Zwei-Minuten-Einstellung: Google-Konto hinzufügen, Kontakte-Schalter an. Adressbücher zerlegt der Teil danach — die Einstellung „Standardaccount“ entscheidet still, in welchem Konto jeder neue Kontakt geboren wird, und die meisten merken erst Jahre später, dass ihre Liste sich die ganze Zeit zwischen iCloud und Google aufgeteilt hat.

Eine Liste, zwei Speicher

Die Kontakte-App des iPhones ist ein Anzeigegerät, keine Datenbank. Sie legt alle verbundenen Kontaktspeicher — iCloud, Google, Exchange — zu einer alphabetischen Liste übereinander und versteckt die Nähte. Die Nähte bleiben trotzdem da.

Jeder Kontakt-Datensatz lebt in genau einem Konto. Eine in iCloud gespeicherte „Anna“ existiert auf deinen Apple-Geräten und auf iCloud.com; in Gmail existiert sie nicht, in Google Kontakte am Laptop taucht sie nicht auf, und auf ein Android-Gerät folgt sie dir auch nicht. Die in Google gespeicherte Zwillingskarte macht es umgekehrt. Kontakt-Synchronisation hält jeden Speicher über seine eigenen Geräte konsistent — Menschen zwischen Speichern verschieben tut sie nie.

Unter der Haube redet iOS mit Google über CardDAV, das offene Sync-Protokoll aus RFC 6352 (Daboo, 2011) — vCards über eine WebDAV-Verbindung, dasselbe Format wie beim Kontakt-Export. Die praktische Folge eines offenen Protokolls: Die Verbindung ist nativ, robust und braucht keine Dritt-App. Das Setup ist wirklich so kurz:

  1. Google-Konto hinzufügen

    Öffne Einstellungen → Apps → Kontakte → Accounts → Account hinzufügen und wähle Google (auf iOS 17 und älter führt der Pfad über Einstellungen → Kontakte → Accounts → Account hinzufügen). Mit den Google-Zugangsdaten anmelden.

  2. Kontakte-Schalter aktivieren

    Nach der Anmeldung zeigt iOS Schalter für Mail, Kontakte, Kalender und Notizen. Aktiviere Kontakte. Lag das Google-Konto wegen Gmail schon auf dem Telefon, ist dieser Schalter der einzige nötige Handgriff.

  3. In der Kontakte-App prüfen

    Öffne Kontakte, tippe oben links auf Listen — dort sollte das Gmail-Konto mit seinen Einträgen stehen. Der erste Abgleich braucht bei großen Listen ein paar Minuten. Ab jetzt erscheinen Änderungen von contacts.google.com auf dem Telefon und umgekehrt.

CardDAV — und warum die manuelle Einrichtung bei Gmail selten lohnt

Der Kontotyp „Google“ in den Einstellungen ist im Grunde CardDAV mit versteckten Stolpersteinen. Ihn zu wählen erledigt zwei Dinge automatisch: Die Verbindung zeigt auf Googles aktuellen Server, und der OAuth-2.0-Handshake, den Googles Kontakte-API heute verlangt, läuft im Hintergrund mit. Googles eigene Entwicklerdokumentation schreibt ausdrücklich, dass Client-Apps keine CardDAV-Serveradresse fest hinterlegen sollen, weil sie sich ändern kann — genau deshalb ist der generische manuelle Weg für private Gmail-Konten im Lauf der Zeit unzuverlässiger geworden, nicht zuverlässiger.

Damit bleibt die manuelle CardDAV-Einrichtung für die Fälle übrig, die der „Google“-Knopf nicht abdeckt:

  1. Wann sie wirklich sinnvoll ist

    Bei CardDAV-Anbietern abseits von Google (Fastmail, selbstgehostete Adressbücher, manche Firmen-Verzeichnisdienste) oder bei einem von der IT verwalteten Google-Workspace-Verzeichnis, das eine eigene Serveradresse und App-spezifische Zugangsdaten ausgibt, statt über die Consumer-OAuth-Anmeldung zu laufen.

  2. Wo sie sich findet

    Einstellungen → Apps → Kontakte → Accounts → Account hinzufügen → Andere → CardDAV-Account hinzufügen. Trage Server, Benutzername, Passwort und eine Beschreibung ein, die der Anbieter vorgibt — eine allgemeingültige Adresse, die für jeden Dienst passt, gibt es nicht.

  3. Was sie nicht ersetzt

    Für ein privates Gmail-Konto bleibt der Kontotyp „Google“ von oben der zuverlässige Weg. Greife nur dann zur manuellen CardDAV-Einrichtung, wenn ein Anbieter dir Server-Zugangsdaten direkt in die Hand gibt — nicht als Ersatz für die Anmeldung über Google.

Die Standardaccount-Falle

Hier entsteht die klassische Beschwerde — „meine neuen Kontakte kommen nie in Gmail an“. iOS schreibt jeden neu angelegten Kontakt in genau ein Konto: das unter Einstellungen → Apps → Kontakte → Standardaccount eingestellte. Ab Werk ist das iCloud. (Diese Einstellung erscheint erst, sobald Kontakte für zwei oder mehr Konten aktiviert ist — bei nur einem Konto gibt es nichts zu wählen.)

Unsichtbar ist die Falle, weil die vereinheitlichte Liste sie verdeckt. Du speicherst eine neue Kollegin; sie erscheint in der Liste; alles wirkt richtig, nichts meldet einen Fehler. Geboren wurde sie aber in iCloud — also erreicht sie Google Kontakte nie, fehlt auf dem Android-Tablet und in Gmails Autovervollständigung am Arbeitslaptop. Nach zwei Jahren ist das Adressbuch entlang einer Linie gespalten, die du nie gewählt hast. (Falls schon passiert: konsolidieren — einen Speicher exportieren, in den anderen importieren, danach die Duplikate zusammenführen.)

Die Einstellung kostet zehn Sekunden: Einstellungen → Apps → Kontakte → Standardaccount → Gmail (oder iCloud — richtig ist das Ökosystem, das du behalten würdest, wenn morgen das Telefon wechselt). Einmal bewusst entscheiden, und die Spaltung beginnt gar nicht erst.

Eine Variante der Falle verdient eigene Erwähnung: mehrere Google-Konten. Wer ein privates und ein Arbeits-Gmail auf dem Telefon hat, kann den Standardaccount auch auf das falsche der beiden setzen — und füttert dann jahrelang das Konto, das beim Jobwechsel verschwindet. Neue private Kontakte gehören ins private Konto; der kurze Kontrollblick in die Einstellung lohnt sich nach jedem neuen Konto auf dem Gerät.

Was synchronisiert wird — und was nicht

Bei den Feldern des Alltags ist der Google-iPhone-Abgleich solide: Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Anschriften, Geburtstage, Notizen, URLs und Kontaktfotos reisen in beide Richtungen — eine Änderung am Telefon landet im Web, eine Änderung im Web landet am Telefon. Geburtstage fließen sogar in die Geburtstagskalender beider Plattformen — das Fundament für ein Geburtstagssystem, das wirklich funktioniert.

An den Rändern brechen die Erwartungen:

„Weitere Kontakte“ bleiben zu Hause. Google sammelt automatisch jede Person, mit der du interagiert hast — gemailt, eine Drive-Datei oder ein Fotos-Album geteilt, eine Kalendereinladung angenommen — in einem Topf namens „Weitere Kontakte“. Diese Einträge gehören nicht zu „Meine Kontakte“ und synchronisieren nicht. Fehlt jemand auf dem iPhone, schau zuerst auf contacts.google.com unter „Weitere Kontakte“ — ein Klick auf „Zu Kontakten hinzufügen“ befördert die Person in den gesyncten Bestand.

Struktur ist plattformgebunden. Felddaten sind portables vCard-Terrain, Organisation nicht. Google-Labels und iOS-Listen bilden sich nicht zuverlässig aufeinander ab, eigene Feldbezeichnungen können unterwegs umbenannt werden, und Klingeltöne pro Kontakt sind Apple-Dekor, das das Gerät nie verlässt.

Sync ist Abholen, nicht Pushen. Änderungen an Google-Kontakten erreichen das iPhone per periodischem Abruf, nicht sofort. Eine Web-Änderung kann Minuten bis eine Stunde brauchen — bei chronischem Nachhinken Einstellungen → Apps → Mail → Mail-Accounts → Datenabgleich prüfen und die Kontaktliste per Herunterziehen aktualisieren.

Auch Löschungen synchronisieren — Vorsicht

Sync bedeutet Symmetrie. Derselbe Mechanismus, der eine neue Nummer auf jedes Gerät trägt, trägt auch eine Löschung auf jedes Gerät.

Die tröstliche Kehrseite: Sind die Kontakte nach Konto-Basteleien „verschwunden“, existieren sie fast sicher noch serverseitig. Neu anmelden, Schalter aktivieren — die Liste füllt sich wieder. Panik ist erst angebracht, wenn ein Eintrag auch auf contacts.google.com und im dortigen Papierkorb fehlt.

Zwei-Wege-Sync: Was wirklich zurücksynchronisiert (und was nicht)

Die beiden Methoden aus diesem Artikel verhalten sich grundverschieden — und genau das Verwechseln der beiden ist die häufigste Quelle für „synchronisiert das eigentlich?“-Verwirrung.

Fügst du das Google-Konto hinzu und aktivierst den Kontakte-Schalter, bekommst du echten Zwei-Wege-Sync über CardDAV: Änderst du Name, Nummer, E-Mail, Adresse, Geburtstag, Notiz oder URL am Telefon oder auf contacts.google.com, taucht die Änderung innerhalb des oben beschriebenen Abholfensters auch auf der anderen Seite auf. Löschungen wandern in dieselben zwei Richtungen — die Mechanik dazu steht bereits weiter oben, hier nicht noch einmal.

  • Änderungen — bidirektional, über die Google-Konto-/CardDAV-Verbindung.
  • Löschungen — ebenfalls bidirektional; wer einen Kontakt auf einer Seite entfernt, entfernt ihn überall.
  • Fotos — asymmetrisch: Live-Sync trägt sie in beide Richtungen, ein vCard-Export/Import-Umweg lässt sie dagegen weg (siehe oben).
  • Umzüge per iCloud-Methode — der Export/Import per vCard ist eine einmalige Kopie, kein Sync. Danach hält nichts die beiden Konten synchron.

Weißt du, welche Methode gerade läuft, hat „synchronisiert das?“ eine klare Antwort.

Kontakte zwischen iCloud und Google umziehen, Schritt für Schritt

Die Sync-Reparatur legt oft die härtere Frage darunter frei: Sollen die Kontakte überhaupt in iCloud liegen — oder in Google? Eine universell richtige Antwort gibt es nicht, aber ein richtiges Kriterium: der Speicher, den du behalten würdest, wenn morgen die Telefon-Plattform wechselt. Wer tief in Apple-Hardware steckt und nie ein Android-Gerät anfasst, fährt mit iCloud gut. Wer Gmail nutzt, ein Android-Tablet besitzt oder mit Google Workspace arbeitet, hat in Google den stabileren Schwerpunkt.

Der Umzug selbst ist ein Export-Import, kein Migrationsprojekt — aber die genauen Knöpfe sind über die Jahre umgezogen, und beide Web-Apps benennen sie anders als früher.

  1. Export von iCloud.com

    Melde dich unter icloud.com/contacts an. Klicke auf Aktionen → Alle Kontakte auswählen (oder halte Cmd/Strg gedrückt und klicke einzelne Karten an), dann auf Teilen → vCard exportieren. Bei mehreren markierten Kontakten entsteht eine einzige vCard-Datei mit allen zusammen.

  2. Export aus Google Kontakte

    Auf contacts.google.com Kontakte markieren (oder alle auswählen), auf Weitere Aktionen → Exportieren klicken, als Format vCard wählen und auf Exportieren klicken. Googles vCard-Export nimmt die Kernfelder mit, aber keine Kontaktfotos — die musst du danach von Hand ergänzen.

  3. Import in den Bleibenden

    Import in Google über contacts.google.com → Importieren → die .vcf-Datei wählen. Import in iCloud über icloud.com/contacts → den Hinzufügen-Button → Kontakt importieren → die Datei wählen. Beide Dienste akzeptieren den vCard-Export des jeweils anderen direkt.

  4. Umzug abschließen

    Standardaccount auf den Bleibenden stellen, den Kontakte-Schalter des alten Kontos deaktivieren und die frisch entstandenen Duplikate zusammenführen — dieselbe Person existiert bis dahin sowohl im alten als auch im neuen Konto.

Eine halbe Stunde, einmal — und jede künftige Sync-Frage schrumpft auf einen einzigen Speicher zusammen, der funktioniert oder nicht.

Fehlermatrix: Symptom, Ursache, Lösung

Wenn etwas nicht stimmt, ist das Zuordnen von Symptom zu Ursache schneller als wildes Ausprobieren:

Doppelte Kontakte nach Import oder Sync. Zwei Karten für dieselbe Person innerhalb eines Kontos sind ein echtes Duplikat — öffne Kontakte, tippe auf den Banner Duplikate anzeigen unter Meine Karte, dann Alle zusammenführen. Zwei Karten für dieselbe Person über Konten hinweg (eine in iCloud, eine in Google) sind technisch kein Duplikat — nutze Bearbeiten → Kontakte verknüpfen, um sie als eine Karte anzuzeigen, ohne die zugrunde liegenden Datensätze zusammenzuführen. Auf der Google-Seite erledigt contacts.google.com → Menü → Zusammenführen & korrigieren → Duplikate zusammenführen dieselbe Aufgabe für dieses Konto. Siehe Kontakt-Deduplizierung für das allgemeine Muster.

Fehlende Felder nach Sync oder Import. Felddaten (Namen, Nummern, E-Mails, Adressen, Geburtstage, Notizen, URLs) reisen sauber. Feldstruktur — eigene Labels, Googles Feldgruppierungen, iOS-Listen — bildet sich nicht immer sauber ab und kann unterwegs umbenannt oder verworfen werden. Das ist eine Plattformgrenze, kein Fehler zum Nachjagen; prüfe nach einem großen Import gezielt, was strukturell wichtig ist, statt anzunehmen, es sei mitgekommen.

Fehlende Fotos nach einem Export-Import-Umweg. Googles vCard-Export enthält keine Kontaktfotos. Live-Sync (ein hinzugefügtes Google-Konto, kein Export) trägt Fotos in beide Richtungen — behandle Export/Import also als einmaliges Migrationswerkzeug, nicht als Routine-Sync, und rechne damit, Fotos nach jedem vCard-Umzug von Hand zu ergänzen.

Sync-Verzögerung — eine Änderung taucht nicht auf. Google-Kontakte erreichen das iPhone per Abruf, nicht per Push. Gib es bei „Automatisch“ bis zu einer Stunde; für einen engeren Takt Einstellungen → Apps → Mail → Mail-Accounts → Datenabgleich prüfen, und die Kontaktliste per Herunterziehen zum sofortigen Check zwingen.

Ein neuer Kontakt landete im falschen Konto. Das ist die Standardaccount-Falle — prüfe Einstellungen → Apps → Kontakte → Standardaccount. Besonders leicht falsch eingestellt bei zwei Google-Konten auf einem Telefon (privat und Arbeit); kontrolliere, welches wirklich gesetzt ist, bevor sich Kontakte am falschen Ort stapeln.

Fehlersuche, der Reihe nach

Passt nichts vom Obigen zu deinem Fall, arbeite die Kette der Reihe nach ab — die Fehlerquellen sind geordnet, und wer sie so prüft, findet den Bruch in unter fünf Minuten. Zuerst der Schalter (Einstellungen → Apps → Kontakte → Accounts → Google-Konto — ist Kontakte wirklich an?). Dann die Aktualisierung: Kontaktliste herunterziehen. Dann der Standardaccount (neue Kontakte landen womöglich in einem Speicher, in den du gar nicht schaust — der Klassiker). Dann der Datenabgleich, falls es um Verspätung statt Fehlen geht. Dann der Topf „Weitere Kontakte“ im Web. Und zuletzt das grobe Werkzeug, das die meisten festgefahrenen Zustände löst: Konto vom Telefon entfernen und neu hinzufügen — die lokalen Kopien werden verworfen und frisch vom Server geladen.

Wenn das alles Teil eines größeren Aufräumens ist: erst den Sync reparieren, dann die komplette Adressbuch-Triage — eine Liste zu ordnen, die sich noch selbst spaltet, ist vergebliche Mühe. Und sobald alle Kontakte konsistent in einem Speicher liegen, wird alles darüber einfacher: Endearist etwa importiert den konsolidierten Bestand als vCard oder CSV in einem Durchgang in die lokale Datenbank.

FAQ

Wie bekomme ich meine Gmail-Kontakte aufs iPhone?

Öffne Einstellungen → Apps → Kontakte → Accounts (auf iOS 17 und älter: Einstellungen → Kontakte → Accounts), tippe auf Account hinzufügen → Google, melde dich an und aktiviere den Schalter Kontakte. Nach wenigen Minuten erscheinen die Google-Kontakte in der Kontakte-App neben den iCloud-Einträgen. Liegt das Konto schon für Mail auf dem Gerät, genügt das Umlegen des Kontakte-Schalters.

Warum tauchen neue iPhone-Kontakte nicht in Gmail auf?

Wegen des Standardaccounts. Neue Kontakte werden in das Konto geschrieben, das unter Einstellungen → Apps → Kontakte → Standardaccount eingestellt ist — ab Werk meist iCloud. In der vereinheitlichten Liste sieht alles korrekt aus, aber Google bekommt die Einträge nie zu sehen. Stelle den Standardaccount auf Gmail, wenn Google dein Hauptspeicher ist. Die Einstellung erscheint erst, sobald Kontakte für zwei oder mehr Konten aktiviert ist.

Ist Synchronisieren dasselbe wie iCloud- und Google-Kontakte zusammenführen?

Nein — das ist das häufigste Missverständnis. Das Google-Konto hinzuzufügen lässt das iPhone beide Speicher gemeinsam anzeigen; kopiert wird zwischen ihnen nie. Jeder Kontakt lebt in genau einem Konto. Konsolidieren heißt: eine Seite als vCard exportieren, in die andere importieren und dort die Duplikate entfernen.

Was ist CardDAV, und muss ich es manuell einrichten?

CardDAV (RFC 6352, 2011) ist das offene Protokoll, über das iOS Kontakte abgleicht — vCards über eine WebDAV-Verbindung. Der Kontotyp „Google“ konfiguriert das automatisch, inklusive des OAuth-2.0-Handshakes, den Googles Server heute verlangen. Die manuelle Einrichtung unter Account hinzufügen → Andere → CardDAV-Account hinzufügen funktioniert deshalb bei privatem Gmail kaum noch zuverlässig; sie lohnt sich weiterhin für CardDAV-Anbieter abseits von Google und verwaltete Firmen-Verzeichnisse.

Welche Kontaktfelder werden zwischen Google und iPhone synchronisiert?

Die Kernfelder reisen sauber: Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Anschriften, Geburtstage, Notizen, URLs und Fotos. An den Rändern wird es rau: eigene Feldbezeichnungen können umbenannt ankommen, Googles „Weitere Kontakte“ (automatisch gespeicherte Adressen) synchronisieren gar nicht, und Struktur wie Labels und Gruppen verhält sich auf beiden Seiten unterschiedlich. Felddaten sind portabel, Struktur ist plattformgebunden.

Warum fehlen manche Google-Kontakte auf dem iPhone?

iOS synchronisiert die Gruppe „Meine Kontakte“ — also bewusst Gespeichertes. Googles Topf „Weitere Kontakte“, die automatisch gesammelten Adressen aus Mails, geteilten Drive-Dateien, Fotos-Alben und angenommenen Kalendereinladungen, bleibt zurück. Prüfe contacts.google.com → Weitere Kontakte; wer dort feststeckt, braucht erst „Zu Kontakten hinzufügen“, bevor das Telefon ihn zeigt. Andere übliche Verdächtige: ein deaktivierter Sync-Schalter oder ein zweites Google-Konto.

Wie mache ich Gmail zum Standardaccount für neue Kontakte?

Einstellungen → Apps → Kontakte → Standardaccount → das Gmail-Konto auswählen (auf iOS 17 und älter: Einstellungen → Kontakte → Standardaccount). Ab dann wird jeder am Telefon angelegte Kontakt in Google geboren und erreicht jedes Gerät mit diesem Konto. Vorher angelegte Kontakte bleiben, wo sie sind — bei Bedarf per Export und Import umziehen.

Wenn ich einen Kontakt am iPhone lösche — verschwindet er auch in Gmail?

Ja — liegt der Kontakt im Google-Konto, synchronisiert die Löschung zurück zum Server und entfernt ihn binnen Augenblicken überall. Das ist Sync, wie er gedacht ist, kein Fehler. Google hält ein 30-Tage-Sicherheitsnetz bereit: contacts.google.com → Papierkorb, außerdem Einstellungen → Änderungen rückgängig machen. Danach ist der Eintrag endgültig weg.

Warum sind nach dem Entfernen des Google-Kontos alle Kontakte weg?

Das Entfernen des Kontos (oder das Deaktivieren des Kontakte-Schalters) löscht die lokalen Kopien aller Kontakte aus diesem Konto — das iPhone fragt nach, aber die Formulierung ist schnell weggetippt. Auf contacts.google.com liegt alles weiter; nach erneuter Anmeldung kehrt die Liste zurück. Wirklich verloren ist nur, was ausschließlich in diesem Konto existierte und serverseitig gelöscht wurde — prüfe contacts.google.com samt Papierkorb, bevor du vom Schlimmsten ausgehst.

Kann ich iPhone-Kontakte ohne iCloud mit Gmail synchronisieren?

Ja. Unter Einstellungen → dein Name → iCloud → Alle anzeigen deaktivierst du den Kontakte-Schalter für iCloud, aktivierst ihn für Google und setzt Google als Standardaccount — das iPhone wird zum reinen Google-Kontakte-Gerät. Wenn iOS fragt, was mit den alten iCloud-Kopien auf dem Telefon passieren soll: behalten oder entfernen, je nachdem, ob die Daten schon nach Google migriert sind.

Es synchronisiert immer noch nicht — was ist die Reparatur-Reihenfolge?

Die Kette abarbeiten: Kontakte-Schalter des Kontos prüfen; Kontaktliste per Herunterziehen aktualisieren; Standardaccount kontrollieren (neue Kontakte landen womöglich im falschen Speicher); unter Einstellungen → Apps → Mail → Mail-Accounts → Datenabgleich nachsehen — Google-Kontakte werden abgeholt statt gepusht, Änderungen können also nachhinken; den Topf „Weitere Kontakte“ checken; zuletzt das Konto entfernen und neu hinzufügen — der Standardgriff bei festgefahrenem Sync.

Wie führe ich doppelte Kontakte zusammen, die nach Sync oder Import entstanden sind?

Das kommt auf den Ort des Duplikats an. Zwei Karten für dieselbe Person innerhalb eines Kontos (meist nach einem Import): Kontakte öffnen, auf den Banner Duplikate anzeigen unter Meine Karte tippen, dann Alle zusammenführen. Zwei Karten für dieselbe Person über Konten hinweg (eine in iCloud, eine in Google): kein echtes Duplikat — nutze Bearbeiten → Kontakte verknüpfen, um sie als eine Karte anzuzeigen, ohne die Datensätze zu vermischen. Auf der Google-Seite fängt contacts.google.com → Menü → Zusammenführen & korrigieren → Duplikate zusammenführen nahezu identische Einträge innerhalb dieses Kontos ab.

Warum fehlt das Foto eines Kontakts nach dem Export oder Umzug?

Googles vCard-Export lässt Kontaktfotos weg — nur die übrigen Felder reisen mit, das Bild nicht. Wer Kontakte per Export/Import zwischen Konten konsolidiert, sollte Fotos danach von Hand ergänzen. Der Live-Sync eines hinzugefügten Google-Kontos (kein Export-Umweg) trägt Fotos dagegen in beide Richtungen — lass diese Verbindung also laufen, statt wiederholt zu exportieren und neu zu importieren.

Meine Kontakte landen immer im falschen Google-Konto — wie behebe ich das?

Das ist die Cousine der Standardaccount-Falle für mehrere Konten. Wer ein privates und ein Arbeits-Gmail auf einem Telefon führt, dessen Einstellungen → Apps → Kontakte → Standardaccount kann auf das falsche der beiden zeigen — prüfe das, bevor sich Kontakte im Konto stapeln, das du bald verlässt (etwa beim Jobwechsel). Stelle den Standardaccount auf das Konto, das du langfristig behältst, und ziehe fehlgeleitete Kontakte per Export und Import um.

Wie lange soll ich warten, bevor ich mir Sorgen mache, dass der Sync kaputt ist?

Gib bis zu einer Stunde Zeit. Google-Kontakte erreichen das iPhone per Abruf, nicht per Push — eine Web-Änderung kann je nach Einstellung „Automatisch“ (die auf WLAN und Ladevorgang wartet) einige Minuten bis rund eine Stunde brauchen. Ist nach einer Stunde nichts passiert, zieh die Kontaktliste zum sofortigen Check herunter und schau dann unter Einstellungen → Apps → Mail → Mail-Accounts → Datenabgleich nach, bevor du von einem echten Defekt ausgehst.

Kann ich alle Kontakte als vCard exportieren, und geht dabei etwas verloren?

Ja, in beide Richtungen: contacts.google.com → Kontakte markieren → Weitere Aktionen → Exportieren → vCard, oder icloud.com/contacts → Aktionen → Alle Kontakte auswählen, dann Teilen → vCard exportieren. Das vCard-Format transportiert Namen, Nummern, E-Mails, Adressen, Geburtstage und Notizen sauber. Was ein Google-Export nicht mitnimmt: Kontaktfotos und alles, was strukturell an die Quelle gebunden ist (Google-Labels, iOS-Listen/Gruppen) — das musst du auf der Zielseite von Hand nachbauen.

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