Endearist
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Sicherheit

Wer deine Daten lesen kann.

Die kurze Antwort: du. Die lange Antwort steht unten, samt der Stellen, an denen sie nicht mehr ganz so kurz ist.

Diese Seite beantwortet die Fragen, die man einem Anbieter stellt, bevor man ihm ein Adressbuch anvertraut. Sie ist absichtlich technisch und absichtlich langweilig. Wo etwas noch nicht existiert, steht das dabei — Endearist ist noch nicht gestartet, und eine Sicherheitsseite, die den Eindruck eines laufenden Dienstes erweckt, wäre die erste Unehrlichkeit auf einer Seite, die genau davon lebt, keine zu haben.

Wo deine Daten liegen

Auf deinem Gerät. Endearist ist local-first gebaut: Die primäre Kopie deiner Kontakte, Notizen und Tagebucheinträge liegt in einer lokalen Datenbank auf dem Rechner oder Telefon, auf dem du sie eingegeben hast. Es gibt keinen zentralen Inhaltsserver, auf dem die Originale liegen.

Sync ist optional und du wählst das Ziel: deine eigene Cloud (Google Drive, iCloud, WebDAV) oder Endearist Cloud, gehostet in der EU. In beiden Fällen wird verschlüsselt, bevor irgendetwas das Gerät verlässt.

Der Unterschied zu „EU-Server" ist wichtig genug, um ihn auszuschreiben: EU-Hosting beantwortet, in welcher Rechtsordnung deine Daten liegen. Local-first beantwortet, wer sie überhaupt lesen kann. Das Zweite ist die härtere Zusage, und mehrere Wettbewerber machen nur die erste.

Verschlüsselung und wer den Schlüssel hält

Wenn du Sync einschaltest, werden die Inhalte mit AES-256-GCM verschlüsselt, bevor sie das Gerät verlassen. Der Schlüssel wird aus deiner Passphrase und einem 12-Wort-Wiederherstellungscode abgeleitet und verlässt dein Gerät nicht.

Ein zweites Gerät hinzuzufügen ändert daran nichts. Die Kopplung läuft über ein bereits vertrautes Gerät oder über deinen Wiederherstellungscode — nicht darüber, dass unser Server deinen Hauptschlüssel rekonstruiert. Der Server kann verschlüsselte Pakete weiterreichen; er kann den Schlüssel weder lesen noch neu erzeugen.

Die unbequeme Kehrseite: Wer Passphrase und Wiederherstellungscode verliert, verliert die Daten. Wir können sie nicht zurückholen. Ein Anbieter, der dein Passwort zurücksetzen und dir deine Notizen wiedergeben kann, konnte sie die ganze Zeit lesen.

Wer was sehen kann

Der Reihe nach, ohne Beschönigung:

  • Wir: nichts von deinen Inhalten. Wir betreiben keinen Inhaltsserver, und was über Endearist Cloud läuft, ist vorher verschlüsselt. Was wir sehen könnten, sind Abrechnungsdaten, sobald es eine Kasse gibt.
  • Dein Cloud-Anbieter (falls du deine eigene nutzt): undurchsichtige Bytes und deren Größe. Google Drive oder iCloud sehen, dass eine Datei da ist, nicht was drinsteht.
  • Jemand, der dein entsperrtes Gerät in die Hand bekommt: alles. Local-first heißt, die Gerätesicherheit ist die Grundlage — Bildschirmsperre und Festplattenverschlüsselung sind Teil des Modells, nicht optional.
  • Dein KI-Anbieter, falls du einen eigenen Schlüssel hinterlegst: genau den Text, den du für eine einzelne Aktion abschickst. Nicht deine Datenbank. Ohne Schlüssel geht überhaupt nichts an ein Modell.
  • Eine Behörde mit Beschluss: von uns kann sie nur herausbekommen, was wir haben — und Inhalte haben wir nicht. Ein Beschluss gegen dein Gerät oder deinen Cloud-Anbieter ist eine andere Frage, und die können wir nicht für dich beantworten.

Was diese Website tut

Kein Google Analytics, kein Facebook-Pixel, kein Hotjar, keine eingebetteten Social-Buttons, keine Werbenetzwerke. Die Reichweitenmessung läuft über eine selbst gehostete Plausible-Instanz über einen Same-Origin-Proxy: keine Cookies, keine personenbezogenen Daten, nur anonyme Seitenaufrufe.

Die Schriften liegen bei uns, nicht bei einem Font-CDN — dein Browser fragt beim Laden dieser Seite keinen Dritten. Trägst du dich in den Newsletter ein, spricht dein Browser nur mit endearist.com; die Weitergabe an den E-Mail-Dienstleister passiert serverseitig.

Genau ein Drittanbieter erreicht deinen Browser, und nur auf den Anfragen-Seiten: das Formular-Embed von Tally. Überall sonst ist die Content-Security-Policy auf die eigene Domain beschränkt. Die vollständige Liste steht in docs/csp-allowlist.md im öffentlichen Repository — sie ist nachprüfbar, nicht nur behauptet.

Jede Antwort dieser Seite trägt CSP, HSTS, X-Content-Type-Options, X-Frame-Options, Referrer-Policy und Permissions-Policy. Fehlt einer davon, schlägt unser eigener Build fehl.

DSGVO in der Praxis

Betreiber ist eine natürliche Person in Deutschland (siehe Impressum), damit gilt die DSGVO vollumfänglich und der Betreiber ist Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7.

Der entscheidende Punkt für eine local-first App: Für die Inhalte in deiner App gibt es fast nichts zu verarbeiten. Was wir überhaupt verarbeiten können, sind Newsletter-Adressen, Formulareingaben auf den Anfragen-Seiten und später Abrechnungsdaten. Deine Kontakte und Notizen gehören nicht dazu.

Auskunft, Berichtigung, Löschung und Datenübertragbarkeit laufen über hi@endearist.com. Für den Export brauchst du uns allerdings gar nicht: Der Markdown-Export in der App ist vollständig, jederzeit verfügbar und liegt hinter keiner Bezahlschranke — auch dann nicht, wenn du zu einem Wettbewerber wechselst.

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist für Privatpersonen nicht nötig; wer Endearist beruflich einsetzen will und einen braucht, schreibt uns an.

Die ehrlichen Grenzen

Endearist ist noch nicht gestartet. Es gibt keine öffentliche Version, kein Bug-Bounty-Programm, kein Ergebnis eines externen Sicherheitsaudits und keine SOC-2-Zertifizierung. Wenn eines davon für deine Entscheidung nötig ist, ist die richtige Antwort heute Nein.

Local-first schützt außerdem nicht gegen alles. Es schützt nicht gegen ein kompromittiertes Betriebssystem, nicht gegen jemanden, der neben dir sitzt und mitliest, und nicht gegen dich selbst, wenn du deinen Wiederherstellungscode verlierst. Die vollständige Aufstellung dessen, was innerhalb und außerhalb unseres Modells liegt, steht im Threat Model.

Und die Grenze, die kein Verschlüsselungsverfahren abdeckt: Was passiert, wenn es die Firma nicht mehr gibt? Deshalb gibt es die Zusage, den Quellcode bei Übernahme oder Schließung unter einer offenen Lizenz freizugeben. Im Juni 2025 wurde Clay von Automattic gekauft und 2026 zu Mesh umbenannt — in dieser Kategorie ist das kein Gedankenspiel.

Häufige Fragen

Könnt ihr meine Notizen lesen?
Nein. Die Inhalte liegen auf deinem Gerät, und was über Sync läuft, ist mit AES-256-GCM verschlüsselt, bevor es das Gerät verlässt. Den Schlüssel halten wir nicht — er wird aus deiner Passphrase und deinem 12-Wort-Wiederherstellungscode abgeleitet und verlässt dein Gerät nie.
Was passiert, wenn ich meine Passphrase verliere?
Mit dem 12-Wort-Wiederherstellungscode kommst du wieder hinein. Ohne beides sind die synchronisierten Daten nicht wiederherstellbar — auch nicht von uns. Das ist die notwendige Kehrseite davon, dass wir sie nicht lesen können.
Liegen meine Daten in der EU?
Deine Daten liegen zuerst auf deinem Gerät, also dort, wo du bist. Wenn du Endearist Cloud für den Sync nutzt, ist die in der EU gehostet. Nutzt du deine eigene Cloud, bestimmt dein Anbieter den Standort — der Inhalt ist in beiden Fällen vorher verschlüsselt.
Ist Endearist sicherheitsgeprüft oder zertifiziert?
Nein. Es gibt kein externes Sicherheitsaudit, kein Bug-Bounty und keine SOC-2-Zertifizierung, weil die App noch nicht gestartet ist. Wer eine Zertifizierung braucht, sollte heute nicht auf uns setzen.
Welche Drittanbieter sind eingebunden?
Im Browser genau einer: das Tally-Formular auf den Anfragen-Seiten. Die Reichweitenmessung ist selbst gehostet, die Schriften auch, und der Newsletter-Dienstleister wird serverseitig angesprochen. Die vollständige Liste steht in docs/csp-allowlist.md im öffentlichen Repository.
Wie komme ich wieder raus?
Über den Markdown-Export in der App. Er ist vollständig, jederzeit verfügbar und liegt hinter keiner Bezahlschranke — auch dann nicht, wenn du zu einem Wettbewerber wechselst. Reines Markdown liest jeder Editor, auch in zehn Jahren.