Endearist

Bestenliste

Die 6 besten Wichtel-Apps 2026 — Auslosung, Ausschlüsse und anonyme Rückfragen

Wichteln ist ein Softwareproblem mit einer ungewöhnlichen Eigenschaft: Die App muss genau einmal im Jahr funktionieren, und zwar sofort, weil niemand im Dezember Zeit hat, sich einzuarbeiten. Technisch stecken darin drei Aufgaben, und die meisten Listen behandeln nur die erste. Erstens die Auslosung selbst — das ist der leichte Teil, den jede App kann. Zweitens Ausschlussregeln: Paare, die sich nicht gegenseitig ziehen sollen, Geschwister, die schon letztes Jahr aneinander geraten sind. Drittens die anonyme Rückfrage, also die Möglichkeit, der gezogenen Person eine Frage zu stellen, ohne sich zu verraten — der Punkt, an dem aus einem zufälligen Geschenk ein passendes wird. Diese Liste rankt sechs Werkzeuge danach, wie gut sie diese drei Aufgaben abdecken, und sagt bei jedem, wie hoch die Hürde für die Teilnehmenden ist. Preise und Funktionen wurden im August 2026 gegen öffentlich einsehbare Quellen geprüft.

Wie wir bewertet haben — und unsere Befangenheit

Volle Transparenz: Unser eigenes Produkt Endearist steht nicht auf dieser Liste, weil es keine Auslosung kann und für Wichteln schlicht das falsche Werkzeug ist. Wir hätten es hinzufügen und passend reden können — genau das kritisieren wir an anderen Listen. Gerankt haben wir nach den drei Aufgaben, die Wichteln tatsächlich ausmachen: Auslosung mit Ausschlussregeln, anonyme Rückfrage an die gezogene Person und Wunschlisten. Dazu kam die Hürde für Teilnehmende, denn wer zwanzig Leute einlädt, verliert bei jeder Anmeldepflicht einen Teil davon. Alle Angaben wurden im August 2026 gegen öffentlich einsehbare Quellen geprüft. Die meisten Anbieter dieser Kategorie finanzieren sich über Werbung oder Affiliate-Provisionen auf verlinkte Geschenke — das gehört gesagt. Von uns aus: keine Affiliate-Links, keine bezahlten Platzierungen.

  1. DrawNames

    Am besten für: Gruppen, in denen nicht alle bereit sind, ein Konto anzulegen

    Stärken

    • Kein Login nötig, um zu starten — der entscheidende Unterschied, wenn du zwanzig Leute einlädst, von denen die Hälfte nichts installieren will
    • Ausschlussregeln sind sauber gelöst: Paare oder Geschwister können voneinander ausgenommen werden, ohne dass die Auslosung dadurch scheitert
    • Keine Shop-Verlinkungen — es verkauft dir nichts und lenkt Wünsche nicht auf provisionsfähige Produkte
    • Optional können Teilnehmende zwei Namen statt einem ziehen, was in kleinen Runden gegen Langeweile hilft

    Schwächen

    • Weniger Politur als Elfster: Die Oberfläche ist funktional, nicht hübsch
    • Wunschlisten sind vorhanden, aber schlichter als bei den großen Plattformen

    Preis: Kostenlos nutzbar, ohne Anmeldepflicht für den Einstieg.

    Steht vorn wegen der Eigenschaft, die bei Wichteln am meisten zählt und die in Vergleichen fast immer untergeht: Es funktioniert ohne Kontozwang. Jede Anmeldepflicht kostet dich Teilnehmende — nicht aus Ablehnung, sondern aus Trägheit, und im Dezember ist die Geduld ohnehin knapp. Dazu kommen saubere Ausschlussregeln und der angenehme Umstand, dass dir niemand Produkte unterschiebt. Wer Wunschlisten mit Reservierung und viel Politur will, nimmt Platz 2.

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  2. Elfster

    Am besten für: Größere Runden, die Wunschlisten und Nachfragen wollen

    Stärken

    • Die anonyme Rückfrage an die gezogene Person ist eingebaut — die Funktion, die aus einem zufälligen Geschenk ein passendes macht
    • Auslosung mit Ausschlussregeln, Wunschlisten und Einladungen über E-Mail oder Telefonnummer, alles in einem Ablauf
    • Sehr große Nutzerbasis und entsprechend ausgereift — bei einem Werkzeug, das einmal im Jahr funktionieren muss, zählt das mehr als Funktionsfülle

    Schwächen

    • Werbefinanziert, und das prägt die Oberfläche deutlich
    • Teilnehmende brauchen ein Konto, was in gemischten Runden die üblichen Ausfälle produziert
    • Stark US-orientiert bei den verlinkten Shops, was außerhalb der USA einen Teil des Nutzens kostet

    Preis: Kostenlos, werbefinanziert.

    Die vollständigste Lösung, und für Runden, die alle drei Aufgaben brauchen, die richtige. Der Unterschied zu Platz 1 ist nicht die Auslosung, sondern was danach passiert: Wunschlisten und vor allem die anonyme Rückfrage. Wer schon einmal jemanden gezogen hat, den er kaum kennt, weiß, wie viel diese eine Funktion wert ist. Bezahlt wird das mit Werbung und Kontopflicht — in einer Familie kein Problem, in einer losen Kollegenrunde der Grund für Ausfälle.

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  3. Giftster

    Am besten für: Familien, die ohnehin das ganze Jahr Wunschlisten pflegen

    Stärken

    • Das Reservierungssystem ist das beste dieser Liste: Andere sehen, dass ein Wunsch vergeben ist, ohne dass die beschenkte Person es mitbekommt
    • Um dauerhafte Familienkreise gebaut — ihr richtet es einmal ein und benutzt es jedes Jahr wieder, statt jeden Dezember neu anzufangen
    • Kostenlos und seit 2008 im Betrieb, mit entsprechend wenig Überraschungen

    Schwächen

    • Die Auslosung ist eine Nebenfunktion, nicht der Kern — für reines Wichteln ohne Wunschlisten ist es zu schwer
    • Jedes Mitglied braucht ein Konto, und bei Großeltern scheitert es genau daran
    • Deutlich US-lastig bei Nutzerschaft und Shop-Verlinkungen

    Preis: Kostenlos nutzbar.

    Die richtige Wahl, wenn Wichteln bei euch Teil eines größeren Familienrituals ist und nicht der einzige Anlass. Wer ohnehin Wunschlisten für Geburtstage pflegt, bekommt die Auslosung hier gratis dazu und muss nichts Zusätzliches einrichten. Für eine einmalige Runde im Büro ist es dagegen deutlich zu viel Apparat — dafür ist Platz 1 in fünf Minuten erledigt.

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  4. Santa's Secret Keeper

    Am besten für: Große Gruppen, die nur Namen zuordnen müssen

    Stärken

    • Bewusst minimal: E-Mail-Adressen eintragen, auslosen, die App benachrichtigt alle — keine Wunschlisten, keine Konten, keine Einarbeitung
    • Keine Begrenzung der Teilnehmerzahl, und das kostenlos — bei großen Runden ein echtes Argument
    • Ohne Shop-Anbindung und ohne Kaufanreiz

    Schwächen

    • Wirklich nur die Auslosung: keine Wunschlisten, keine anonyme Rückfrage — die beiden Funktionen, die ein Geschenk besser machen, fehlen
    • Ohne Wunschlisten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand etwas Beliebiges bekommt

    Preis: Kostenlos nutzbar, ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl.

    Der Minimalist der Liste, und für einen bestimmten Fall genau richtig: dreißig Leute im Verein oder in der Abteilung, ein Preisrahmen, und niemand hat Lust auf Wunschlisten. Dafür ist alles andere Ballast, und dieses Werkzeug ist in zwei Minuten durch. Sobald die Runde klein genug ist, dass die Geschenke persönlich sein sollen, fehlen hier allerdings die Funktionen, die genau das ermöglichen.

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  5. Secret Santa – Wichtel App

    Am besten für: Kleine Runden, die alles auf dem Handy erledigen wollen

    Stärken

    • Ereignis anlegen, Preisrahmen festlegen, auslosen — der komplette Ablauf auf dem Handy, ohne Browser und ohne Web-Konto
    • Der festgelegte Preisrahmen ist ein unterschätztes Detail: Er verhindert die peinliche Schieflage zwischen 5-Euro- und 50-Euro-Geschenken
    • Deutschsprachig, was in Familienrunden die Beteiligung spürbar erhöht

    Schwächen

    • Es handelt sich um eine ganze Gattung kleiner Apps unterschiedlicher Anbieter, nicht um ein etabliertes Produkt — Qualität, Werbung und Pflege schwanken erheblich
    • Viele davon sind werbefinanziert und werden unregelmäßig aktualisiert
    • Alle Teilnehmenden müssen dieselbe App installieren, was die Hürde gegenüber einem Link deutlich erhöht

    Preis: Überwiegend kostenlos und werbefinanziert; Preise und Umfang unterscheiden sich je nach Anbieter.

    Steht hier stellvertretend für eine Gattung statt für ein einzelnes Produkt, und deshalb mit einer Einschränkung: Diese Apps sind untereinander sehr unterschiedlich, und ein Blick auf das Datum der letzten Aktualisierung lohnt sich, bevor die Familienrunde davon abhängt. Der echte Vorteil ist die Sprache und der Preisrahmen. Wer beides nicht braucht, fährt mit einem Link von Platz 1 zuverlässiger.

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  6. Pen and paper

    Am besten für: Runden, die ohnehin alle im selben Raum sind

    Stärken

    • Null Hürde, null Kosten, null Konten — und niemand ist ausgeschlossen, weil er kein Smartphone hat oder nicht mag
    • Das Ziehen im Raum ist selbst ein Ritual, und genau das ist bei Wichteln oft der eigentliche Punkt
    • Keine Daten irgendwo, keine Werbung, keine Affiliate-Links, die deine Geschenkwahl lenken

    Schwächen

    • Funktioniert nur, wenn alle gleichzeitig am selben Ort sind — bei verteilten Familien oder Homeoffice-Teams fällt es aus
    • Ausschlussregeln sind mühsam, und wer sich selbst zieht, macht alles noch einmal
    • Keine Wunschlisten und keine anonyme Rückfrage

    Preis: Kostenlos, abgesehen von einem Blatt Papier.

    Steht bewusst auf der Liste, weil eine ehrliche Übersicht auch den Fall nennen muss, in dem Software überflüssig ist. Wenn ihr am ersten Advent ohnehin zusammensitzt, ist das Ziehen aus der Schüssel schneller als jede App, schließt niemanden aus und ist Teil des Abends statt ein Vorgang davor. Sobald jemand nicht dabei sein kann oder Ausschlussregeln nötig werden, ist eine App klar überlegen — dann nimm Platz 1.

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Häufige Fragen

Was ist die beste kostenlose Wichtel-App?
DrawNames, vor allem wegen einer Eigenschaft: Der Einstieg funktioniert ohne Anmeldung, und das entscheidet in der Praxis darüber, wie viele der Eingeladenen tatsächlich mitmachen. Ausschlussregeln für Paare sind sauber gelöst, und es gibt keine Shop-Verlinkungen. Wer zusätzlich Wunschlisten und anonyme Rückfragen möchte, nimmt Elfster — ebenfalls kostenlos, aber werbefinanziert und mit Kontopflicht.
Wie verhindert man, dass Paare sich gegenseitig ziehen?
Mit Ausschlussregeln, die jede ernstzunehmende Wichtel-App anbietet: Du legst vor der Auslosung fest, wer wen nicht ziehen darf, und die App berücksichtigt das. DrawNames und Elfster können das beide kostenlos. Wichtig ist, die Ausschlüsse sparsam zu setzen — bei einer kleinen Runde mit vielen Regeln gibt es irgendwann keine gültige Zuordnung mehr.
Wie fragt man anonym, was sich die gezogene Person wünscht?
Über die anonyme Nachrichtenfunktion, die Elfster als einzige Option dieser Liste vollständig eingebaut hat: Du schreibst der gezogenen Person eine Frage, sie sieht die Frage, aber nicht den Absender. Das ist die wirksamste Einzelfunktion beim Wichteln, weil sie den häufigsten Ausgang verhindert — ein beliebiges Geschenk, weil man die Person kaum kennt. Alternativ arbeiten alle Beteiligten mit Wunschlisten.
Braucht man für Wichteln überhaupt eine App?
Wenn ihr ohnehin alle gleichzeitig im selben Raum seid: nein. Zettel in eine Schüssel ist schneller als jede Einrichtung und schließt niemanden aus. Eine App lohnt sich, sobald eine der drei Bedingungen zutrifft: Jemand kann beim Ziehen nicht dabei sein, es gibt Ausschlussregeln, oder ihr wollt Wunschlisten und anonyme Rückfragen. Das sind genau die Punkte, an denen Papier nicht mehr trägt.

Letzter dokumentierter Anbieter-Check: 2026-08-06

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