Cloze-Alternativen
Cloze-Alternativen 2026: 7 Optionen ehrlich bewertet
Seit 2014 verspricht Cloze, dein Beziehungs-Autopilot zu sein: E-Mail, Kalender, LinkedIn, Twitter und iMessage fließen in eine kontaktzentrierte Ansicht, und die KI sagt dir, wer gerade Aufmerksamkeit braucht. Das funktioniert — aber der Preis dafür ist hoch, und zwar doppelt. Finanziell: Pro kostet 17 $/Monat, Business Silver 29 $/Monat, ohne Free-Tier. Strukturell: Der gesamte Beziehungsgraph entsteht aus deiner Kommunikation und liegt auf US-Servern. Dazu kommt, dass die Produktentwicklung spürbar in Richtung Business-Tarife und Team-Anwendungsfälle wie Immobilien zielt, während Solo-Privatnutzer Nische bleiben. Hier sind sieben Alternativen — geprüft am 10. Juni 2026, mit ehrlichen Trade-offs und einem offenen Eigeninteresse beim ersten Platz.
Warum Leute Cloze verlassen
Drei Gründe tauchen bei Cloze-Wechslern immer wieder auf. Erstens das Geschäftsmodell-Gefälle: Die spannenden Features rutschen in die Business-Tarife, und die Vermarktung zielt zunehmend auf Teams — etwa in der Immobilienbranche — statt auf Einzelpersonen, die nur ihre Freundschaften pflegen wollen. Zweitens die Überwachungs-Architektur: Clozes Wert entsteht daraus, dass seine KI kontinuierlich jedes Postfach liest, das du anschließt, und den daraus errechneten Graphen auf US-Servern speichert — für private Notizen über Familie und Freunde ein unangenehmer Deal. Drittens die Kosten: 17 bis 29 $/Monat ergeben über drei Jahre 600 bis über 1.000 €. Der Export (CSV oder vCard) nimmt deine Kontakte und selbst geschriebenen Notizen mit — die täglich neu berechneten KI-Scores sind ohnehin nicht übertragbar.
Wie wir bewertet haben — und unsere Befangenheit
Bevor du weiterliest: Platz 1 gehört unserem eigenen Produkt, und das sollst du beim Lesen wissen. Deshalb steht bei Endearist als erstes, was es im Vergleich zu Cloze nicht kann — automatische Postfach-Auswertung zum Beispiel. Die Rangfolge ergibt sich aus den Wechselgründen echter Cloze-Nutzer: Wer geht, will meist weniger Überwachung, weniger Abo-Last oder weniger Business-Fokus. Daran haben wir gemessen, ergänzt um Plattformabdeckung und Exit-Qualität. Preisangaben: öffentliche Tarifseiten, abgeglichen am 10. Juni 2026. Wir verlinken nichts gegen Provision.
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Endearist
Unser ProduktBeziehungspflege ohne Postfach-Zugriff: lokal gespeichert, bewusst geführt
Am besten für: Alle, denen Clozes Alles-Leser-Ansatz zu weit geht
Stärken
- Greift grundsätzlich nicht auf deine Postfächer zu — was wir wissen, hast du selbst eingetragen
- Primärspeicher ist dein Gerät; Sync nur auf Wunsch, AES-256-GCM-verschlüsselt mit deinem Schlüssel
- KI nur auf Zuruf: eigener API-Schlüssel auf dem Gerät oder EU-geroutete Pro-Cloud-Aktionen
- 69 € einmalig für Pro Lifetime — Clozes Pro-Abo verbrennt denselben Betrag in gut vier Monaten
Schwächen
- Kein automatisches Letzter-Kontakt-Tracking aus E-Mails — die Pflege passiert bei uns von Hand
- Keine Follow-up-Dringlichkeits-Scores und keine Signale wie Jobwechsel-Erkennung
- Bewusst ohne Team-Funktionen — für Cloze-Business-Nutzer keine Option
Preis: Bis 25 Kontakte kostenlos; danach Pro Lifetime 69 € einmal, Pro Cloud Light 4,99 €/Monat oder Pro Cloud 9,99 €/Monat.
Endearist ist der bewusste Gegenentwurf zu Cloze: Statt einer KI, die deine Kommunikation durchkämmt, führst du ein stilles Journal über die Menschen, die zählen — auf deinem Gerät, auf jeder Plattform inklusive Linux. Du verlierst den Autopiloten und gewinnst die Gewissheit, dass niemand mitliest. Wer den Autopiloten geliebt hat, wird die Handarbeit anfangs spüren.
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Dex
Der mildere Aggregator: LinkedIn-Sync und Kalender statt Komplett-Postfach-Ingestion
Am besten für: Berufs-Netzwerker, die Automatik wollen — nur eben weniger davon
Stärken
- LinkedIn-Auto-Sync mit Jobwechsel-Updates ersetzt Clozes wichtigstes Signal in der Praxis
- Zwei-Wege-Google-Calendar und Meeting-Zusammenfassungen, ohne dass deine Mails eingesaugt werden
- Mit Premium für 12 $/Monat klar günstiger als Clozes 17 $ — und es gibt ein Free-Tier
Schwächen
- Bleibt US-gehostetes SaaS (AWS) mit KI über OpenAI auf Anbieter-Servern
- Privates — How-we-met, Familie, Lebensereignisse — bildet das Schema kaum ab
Preis: Kostenloser Einstieg; Premium 12 $/Monat, Professional 20 $/Monat, kein Lifetime.
Dex trifft den Sweet Spot für alle, die Cloze beruflich genutzt haben, aber das Postfach-Mitlesen nie mochten: Die Automatik kommt aus LinkedIn und dem Kalender, nicht aus deinen Mails. Für Recruiting, BD und VC reicht das fast immer — für die private Hälfte des Adressbuchs bleibt es das falsche Werkzeug.
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Monica
Open-Source-Beziehungsdatenbank, die niemandem gehört außer dir
Am besten für: Selbsthoster, die volle Tiefe ohne jeden Anbieter wollen
Stärken
- AGPL v3 und seit 2017 öffentlich entwickelt — die Datenbank liegt auf deinem Server
- Erfasst, was Cloze nie erfasst hat: Geschenke, Schulden, How-we-met, Lebensgeschichte
- Falls Hosting nichts für dich ist: Monica Cloud läuft für 9 $/Monat auf EU-Servern
Schwächen
- Null Automatisierung — keine E-Mail-Anbindung, kein Kalender-Sync, alles manuell
- Mobil gibt es nur den Browser; native Apps existieren nicht
- Ein eigener PHP/Laravel-Stack mit MySQL will gewartet werden
Preis: Kostenlos beim Selbsthosten; Monica Cloud 9 $/Monat bzw. 99 $/Jahr.
Der maximale Kontrast zum Cloze-Modell: Statt dass eine fremde KI deine Beziehungen kartiert, baust du die Karte selbst — auf Hardware, die dir gehört, mit Code, den jeder prüfen kann. Das kostet Disziplin und Serverpflege, aber es ist die einzige Option dieser Liste, bei der buchstäblich kein Anbieter zwischen dir und deinen Daten steht.
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Streak
CRM direkt in Gmail — Pipeline-Verwaltung dort, wo Cloze-Nutzer ohnehin leben
Am besten für: E-Mail-zentrierte Verkäufer, die Cloze als Sales-Werkzeug genutzt haben
Stärken
- Lebt in Gmails rechter Spalte — kein App-Wechsel, E-Mail-Threads werden zu Pipeline-Stufen
- Mail Merge, E-Mail-Tracking und teilbare Pipelines decken den Business-Teil von Cloze ab
- Free-Tier für Privatnutzung mit rund 50 Boxen — zum Ausprobieren genug
Schwächen
- Pro springt auf 49 $/Nutzer/Monat — über drei Jahre rund 1.760 €
- Funktioniert nur mit Gmail; Outlook- oder iCloud-Nutzer bleiben draußen
- Durch und durch ein Sales-CRM — Geburtstage und Freundschaften haben hier kein Zuhause
Preis: Privatnutzung kostenlos; Pro 49 $/Nutzer/Monat, Enterprise 129 $/Nutzer/Monat.
Wer Cloze vor allem als E-Mail-getriebenes Verkaufswerkzeug eingesetzt hat, findet in Streak die direktere Variante: Die Pipeline liegt im Posteingang selbst, nicht in einer App daneben. Der Pro-Preis ist happig und der Gmail-Zwang real — aber für diesen einen Anwendungsfall ist es das sauberste Werkzeug am Markt.
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Nimble
Social-Anreicherung statt Postfach-Lektüre: Kontakte kommen vor-recherchiert an
Am besten für: Kleine Teams im Microsoft-365- oder Google-Workspace-Kosmos
Stärken
- Zieht LinkedIn, Firmenseiten und öffentliche Profile automatisch in den Datensatz — aus öffentlichen Quellen, nicht aus deinen Mails
- Outlook/Teams-Add-ins und Prospector-Extension verankern es tief im Arbeitsalltag
- Stay-in-touch-Erinnerungen pro Kontakt sind eingebaut und gut umgesetzt
Schwächen
- 24,90 $/Sitz/Monat (jährlich) ohne Free-Tier — teurer als Clozes Pro-Stufe
- Anreicherung ist in Credits gedeckelt: 25/Monat inklusive, dann 10 $ pro 100
- Das Datenmodell denkt in Prospects — privat fühlt sich das falsch an
Preis: 24,90 $/Sitz/Monat bei Jahreszahlung, 29,90 $ monatlich; 14 Tage Test, kein Gratis-Tarif.
Nimble liefert Clozes Kontext-Versprechen über einen anderen Kanal: Es recherchiert Menschen aus dem öffentlichen Netz, statt deine Korrespondenz zu lesen — ein ehrlicherer Tausch, wie wir finden. Für Teams mit Office-Stack ist es die rundeste Option dieser Liste; für Einzelpersonen ist der Sitz-Preis schwer zu rechtfertigen.
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Mesh
KI-gestützte Beziehungs-App mit Feed-Charakter und erstklassiger Politur
Am besten für: Privatnutzer, die KI-Komfort ohne Postfach-Anschluss wollen
Stärken
- KI-Zusammenfassungen und Nachrichtenvorschläge arbeiten auf deinen Notizen — nicht auf deinen E-Mails
- Tausend Kontakte gratis und native Apps auf iPhone, iPad, Mac, Windows und Web
- Tagesimpulse bauen die Pflege-Gewohnheit auf, die Clozes Autopilot ersetzen muss
Schwächen
- Auch hier US-Cloud (AWS) und Drittanbieter-LLMs auf Anbieter-Servern
- Daten herausholen heißt Support anschreiben — und das Free-Tier verlangt eine Kreditkarte
Preis: Personal 0 € bis 1.000 Kontakte (Kreditkarte nötig); Pro 10 $/Monat; Team 40 $/Sitz/Monat.
Mesh zeigt, wie KI in einem Personal CRM aussehen kann, ohne dass jemand deine Mails liest: Sie arbeitet mit dem, was du selbst festhältst. Schöner als Cloze ist es ohnehin, günstiger auch — nur beim Datenstandort und beim Export-per-Ticket wiederholt sich das US-SaaS-Muster, dem du gerade entkommen wolltest.
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folk
Boutique-CRM mit Notion-Gefühl für Agenturen und Solo-Selbstständige
Am besten für: Cloze-Business-Nutzer, die eine modernere Oberfläche suchen
Stärken
- Tabellen-UI im Notion-Stil plus LinkedIn-One-Click-Erfassung — angenehm unbürokratisch
- Gmail/Outlook-Zwei-Wege-Sync und Pipelines decken den Team-Workflow vollständig ab
- EU/US-Infrastruktur mit DSGVO-konformer Verarbeitung statt reinem US-Stack
Schwächen
- Standard 24 €/Monat plus 25 €/Monat fürs KI-Add-on — zusammen teurer als Cloze Business Silver
- Android nur als PWA, Desktop als Web-Wrapper — native Tiefe fehlt
- Um Deals und Kunden herum gebaut; private Beziehungen sind ein Fremdkörper
Preis: Standard 24 €/Monat, Premium 39 €/Monat; KI als Add-on für weitere 25 €/Monat.
folk ist die Empfehlung für die Minderheit, die Cloze als Team-CRM betrieben hat und vor allem eine zeitgemäßere, leichtere Oberfläche sucht. Die Erfassung per LinkedIn-Klick ist hervorragend, der E-Mail-Sync solide — aber wer vor Clozes Abo-Kosten flieht, landet hier mit KI-Add-on bei noch höheren Monatsbeträgen.
Häufige Fragen
- Liest Cloze wirklich meine E-Mails?
- Ja — das ist das Funktionsprinzip: Clozes KI wertet kontinuierlich die angebundenen Postfächer, Kalender und Social-Konten aus, um Follow-up-Dringlichkeit zu bewerten und Antworten vorzuschlagen. Verarbeitet wird das auf Clozes US-Servern mit vollem Postfach-Kontext. Wer das nicht will, braucht ein Werkzeug mit anderer Architektur — Endearist und Monica greifen gar nicht auf Postfächer zu, Dex beschränkt sich auf LinkedIn und Kalender.
- Was kostet Cloze — und was spare ich beim Wechsel?
- Cloze Pro liegt bei 17 $/Monat, Business Silver bei 29 $/Monat — über drei Jahre etwa 600 € bzw. über 1.000 €. Zum Vergleich: Endearist Pro Lifetime kostet einmalig 69 €, Monica Cloud rund 270 € über drei Jahre, Dex Premium etwa 432 €. Nur folk und Nimble liegen auf oder über Cloze-Niveau.
- Wie bekomme ich meine Daten aus Cloze heraus?
- Unter Einstellungen → Export bekommst du CSV oder vCard mit Kontakten und selbst verfassten Notizen. Die abgeleiteten Felder — Frequenz-Scores, letzter Kontakt, KI-Zusammenfassungen — wandern nicht mit: Cloze berechnet sie täglich neu, als stabile Daten existieren sie nicht. Plane den Export also als Kontakte-plus-Notizen-Umzug, nicht als Komplett-Migration.
- Welche Cloze-Alternative eignet sich für rein private Kontakte?
- Drei aus dieser Liste sind dafür gebaut: Endearist (local-first, Journal, Kadenz-Erinnerungen), Monica (Open Source, maximale Beziehungstiefe im Browser) und Mesh (poliert, KI-gestützt, großes Free-Tier). Dex, Streak, Nimble und folk bleiben beruflich geformt — dort wirken private Kontakte wie Karteileichen einer Pipeline.
Preise und Verfügbarkeit geprüft am: 2026-06-10
Endearist kostenlos testen.
Local-first Personal CRM. Kostenlos bis 25 Kontakte. Pro Lifetime 69 € — einmalig.
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