Glossar
Die Sprache des In-Kontakt-Bleibens.
Jedes Feld hat seinen Jargon — Personal CRMs haben ihren gleich dreifach geerbt: aus der Netzwerkforschung, aus Sales-Software und aus Adressbuch-Standards. Hier stehen klare Definitionen der Begriffe, denen du begegnen wirst — jeweils mit der Forschung oder dem Standard dahinter.
Personal-CRM-Grundlagen
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Adressbuch vs. CRM
Ein Adressbuch speichert, wie du Menschen erreichst; ein CRM speichert die Beziehung selbst – Notizen, Verlauf, Erinnerungen. Der Unterschied: Zustand vs. Geschichte.
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Beziehungsmanagement
Beziehungsmanagement ist die bewusste Pflege deiner Beziehungen: wahrnehmen, wer dir wichtig ist, absichtsvoll in Kontakt bleiben und Kontext festhalten.
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Digitaler Rolodex
Ein digitaler Rolodex ist die moderne Form der rotierenden Kontaktkartei: eine App, die deine Kontakte als durchsuchbare Karten mit Details und Notizen führt.
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Kontaktmanagement
Kontaktmanagement heißt, die Daten deiner Kontakte korrekt und nutzbar zu halten: ein Eintrag pro Person, aktuelle Angaben, keine Duplikate, überall synchron.
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Local-first Software
Local-first Software hält die Primärkopie deiner Daten auf deinem eigenen Gerät – Apps laufen offline, Sync ist optional, kein Serverausfall sperrt dich aus.
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Networking-CRM
Ein Networking-CRM ist ein persönliches Tool für berufliche Kontakte: Es hält fest, wen du kennst, was ihr einander schuldet und wann ein Follow-up fällig ist.
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Open-Source-CRM
Ein Open-Source-CRM stellt seinen Quellcode unter eine Lizenz, die Einsehen, Verändern und Betreiben erlaubt – prüfbare Privacy-Versprechen, kein Anbieterzwang.
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Personal CRM
Ein Personal CRM ist ein privates Tool, mit dem du deine eigenen Beziehungen pflegst – mit Notizen, Erinnerungen und der Geschichte hinter jedem Kontakt.
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Personal Relationship Manager
Ein Personal Relationship Manager (PRM) ist Software zur Pflege deines eigenen Netzwerks – dieselbe Idee wie ein Personal CRM, nur ohne das Wort 'Customer'.
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Relationship Intelligence
Relationship Intelligence ist Erkenntnis aus Beziehungsdaten: wer wen kennt, wie stark jede Verbindung ist und wo Aufmerksamkeit fällig wird – mehr als Kontaktlisten.
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Self-hosted CRM
Ein Self-hosted CRM läuft auf einem Server unter deiner Kontrolle – eigene Hardware oder gemieteter VPS. Kontaktdaten liegen nie in der Cloud eines Anbieters.
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Social CRM
Social CRM erweitert das Kundenbeziehungsmanagement in die sozialen Medien – Dialog dort, wo Menschen posten. In Personal-Tools meint es oft Profil-Scraping.
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Zero-Party-Daten
Zero-Party-Daten sind Informationen, die dir eine Person absichtlich und von sich aus mitteilt – erklärte Präferenzen statt beobachteter oder gekaufter Daten.
Netzwerkforschung
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5-50-100-Regel
Die 5-50-100-Regel ist Judy Robinetts Netzwerk-Methode: Pflege bewusst eine Top 5, eine Key 50 und eine Vital 100 — jeder Kreis mit eigenem Kontakt-Rhythmus.
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Beziehungsstärke
Beziehungsstärke misst, wie eng eine Beziehung ist. Mark Granovetter definierte sie 1973 über Zeit, emotionale Intensität, Vertrautheit und Gegenseitigkeit.
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Dunbar-Zahl
Die Dunbar-Zahl ist die kognitive Obergrenze von etwa 150 stabilen Beziehungen pro Person, abgeleitet vom Anthropologen Robin Dunbar aus Primatendaten.
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Eingeschlafene Kontakte
Eingeschlafene Kontakte entstehen durch allmählichen Beziehungszerfall bei ausbleibendem Kontakt. Roberts und Dunbar zeigten: Freundschaften verblassen schnell.
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Kleine-Welt-Phänomen
Das Kleine-Welt-Phänomen besagt, dass zwei beliebige Menschen über etwa sechs Bekanntschaftsschritte verbunden sind — erforscht zuerst von Stanley Milgram.
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Netzwerkdichte
Netzwerkdichte ist der Anteil aller möglichen Verbindungen in einem Netzwerk, die tatsächlich bestehen. Dichte schafft Vertrauen, lockere Netze bringen Neues.
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Ruhende Kontakte
Ruhende Kontakte sind früher aktive Beziehungen, die eingeschlafen sind. Levin, Walter und Murnighan zeigten, dass ihre Wiederbelebung erstaunlich wertvoll ist.
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Social Graph
Ein Social Graph ist das Netz aus Menschen und den Beziehungen zwischen ihnen, modelliert als Knoten und Kanten. Bekannt wurde der Begriff 2007 durch Facebook.
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Soziales Kapital
Soziales Kapital ist der Wert, der in Beziehungen steckt — Vertrauen, Information, Gegenseitigkeit. Geprägt haben den Begriff Bourdieu, Coleman und Putnam.
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Stärke schwacher Beziehungen
Die Stärke schwacher Beziehungen ist Mark Granovetters Befund von 1973: Neue Informationen und Jobchancen kommen meist über Bekannte, nicht über enge Freunde.
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Strukturelle Löcher
Strukturelle Löcher sind Lücken zwischen unverbundenen Gruppen in einem Netzwerk. Ronald Burt (1992) zeigte: Wer sie überbrückt, gewinnt Informationsvorteile.
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Super-Connector
Ein Super-Connector ist jemand mit ungewöhnlich großem, vielfältigem Netzwerk, der laufend Menschen über Kreise hinweg verbindet — Gladwells „Connectors“.
Praxis
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Beziehungs-Mapping
Beziehungs-Mapping kartiert, wie die Menschen eines Netzwerks zueinander stehen – zu dir und untereinander – und zeigt Cluster, Brücken und mögliche Intros.
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Beziehungspflege
Beziehungspflege ist die Praxis kleiner, regelmäßiger Aufmerksamkeiten – Details erinnern, nachfragen, ungefragt helfen –, damit Beziehungen wachsen.
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CardDAV
CardDAV ist das offene Protokoll zum Synchronisieren von Adressbüchern zwischen Geräten und einem Server. RFC 6352 definiert es als vCard über WebDAV und HTTP.
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CRM-Hygiene
CRM-Hygiene ist die routinemäßige Pflege einer Kontaktdatenbank: Dubletten zusammenführen, veraltete Felder korrigieren, tote Einträge archivieren.
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Double-Opt-in-Intro
Ein Double-Opt-in-Intro ist eine Vorstellung, die erst stattfindet, wenn beide Seiten getrennt zugestimmt haben – keine ungefragte Verpflichtung im Postfach.
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DSGVO & Kontaktdaten
Die DSGVO regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten in der EU. Rein private Adressbücher fallen unter ihre Haushaltsausnahme – berufliche Nutzung nicht.
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Empfehlungsnetzwerk
Ein Empfehlungsnetzwerk ist der Kreis von Menschen, die dir aktiv Aufträge und Kund:innen zuspielen, weil sie deine Arbeit kennen und dafür bürgen würden.
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Follow-up-Kadenz
Eine Follow-up-Kadenz ist der geplante Rhythmus, in dem du dich wieder meldest – 48 Stunden nach dem Kennenlernen, nach drei Wochen, dann quartalsweise.
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Give-first-Networking
Give-first-Networking heißt, Beziehungen mit Nützlichkeit zu eröffnen – Intros, Wissen, Sichtbarkeit – im Vertrauen, dass Wert über das Netzwerk zurückfließt.
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Interaktionsverlauf
Ein Interaktionsverlauf ist eine datierte Chronik deiner Begegnungen mit einer Person – Anrufe, Treffen, Nachrichten –, damit dir der Kontext erhalten bleibt.
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Kontakt-Deduplizierung
Kontakt-Deduplizierung erkennt und verschmilzt doppelte Adressbucheinträge – über normalisierte E-Mails und Telefonnummern plus unscharfen Namensvergleich.
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Kontakt-Synchronisation
Kontakt-Synchronisation hält ein Adressbuch über Geräte und Dienste hinweg konsistent – sie erkennt Änderungen, löst Konflikte und überträgt Löschungen.
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Kontaktanreicherung
Kontaktanreicherung ergänzt einen Kontaktdatensatz automatisch um Fremddaten – Jobtitel, Arbeitgeber, Social-Profile – meist aus Datenbanken von Datenhändlern.
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Kontaktfrequenz
Kontaktfrequenz heißt: wie oft du dich meldest, damit eine Beziehung lebt – wöchentlich im engsten Kreis, monatlich bei Freunden, sonst quartalsweise.
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Networking-ROI
Networking-ROI ist der Ertrag deiner Beziehungsarbeit – Empfehlungen, Chancen, Wissen, Rückhalt – gemessen an der Zeit und dem Geld, die du hineinsteckst.
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Netzwerkpflege
Netzwerkpflege ist die planmäßige Instandhaltung deines Kontaktnetzes – prüfen, wer gerade zählt, abkühlende Verbindungen aufwärmen, veraltete Daten ausmisten.
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Soziale To-do-Liste
Eine soziale To-do-Liste ist eine Aufgabenliste für Beziehungen: anstehende Geburtstage, fällige Follow-ups, versprochene Intros und zu lange nicht Gesehene.
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Touchpoint
Ein Touchpoint ist jede Interaktion, die beim Gegenüber ankommt – Nachricht, Anruf, Kommentar, Kaffee oder Gefallen. Aus Touchpoints bestehen Beziehungen.
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vCard
vCard ist das Standardformat für den Austausch von Kontaktdaten (.vcf-Dateien). Version 4.0 definiert RFC 6350; 2.1 und 3.0 sind weiter verbreitet.
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Visitenkarten-Scannen
Beim Visitenkarten-Scannen macht OCR aus dem Foto einer Karte einen strukturierten Kontakt – Name, Firma, Telefon, E-Mail – bereit für den Adressbuch-Import.
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Warm Intro
Ein Warm Intro ist eine Vorstellung über eine Person, der ihr beide vertraut – statt kalter Kontaktaufnahme. Ihre Glaubwürdigkeit färbt dabei auf dich ab.
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Warm Outreach
Warm Outreach ist Kontaktaufnahme bei Menschen, mit denen dich Geschichte verbindet – Ex-Kolleg:innen, ruhende Kontakte, Community-Bekannte – statt bei Fremden.