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Netzwerk-Tracker-Vorlage

Ein Netzwerk-Tracker löst ein sehr konkretes Problem: Du kommst mit zwölf neuen Kontakten von einem Event nach Hause, und drei Wochen später weißt du nicht mehr, wer wem was versprochen hat. Eine Kontaktliste speichert Personen – ein Tracker speichert den Stand eines Austauschs: wer euch vorgestellt hat, was die Person braucht, was du angeboten hast und ob dein Follow-up wirklich rausging. Für eine aktive Networking-Phase (Jobsuche, Fundraising, neue Stadt) trägt dich diese Tabelle problemlos. Eng wird es, wenn dieselben Menschen über Monate wieder auftauchen und die Beziehung wichtiger wird als die einzelne Transaktion – dann verwaltest du Geschichte, für die eine Tabelle nie gebaut war. Die CSV lässt sich an dem Punkt direkt in Endearist importieren, mit sauber zugeordneten Feldern statt einem zusammengeklappten Notiz-Klumpen.

CSV herunterladen

Öffnet in Excel, Google Sheets, Numbers — oder importiert direkt in Endearist.

Was die Spalten bedeuten

SpalteSo nutzt du sieBeispiel
Name Voller Name plus LinkedIn-Kürzel, falls du die Person sonst nicht wiederfindest – Visitenkarten verschwinden. Tarek Yildiz
Wo kennengelernt Event, Ort und Monat. Der Kontext ist später dein Gesprächseinstieg – „Wir hatten uns auf der re:publica unterhalten“ öffnet Türen. re:publica Berlin, 2026-05
Vorgestellt durch Die Person, über die der Kontakt zustande kam – wichtig fürs Danke-Sagen und um Vertrauensketten nachzuvollziehen. Carla Mertens
Firma / Rolle Kurz und aktuell halten – bei Jobwechsel überschreiben, das alte steht ohnehin auf LinkedIn. Nordwind Energie, Business Development
Follow-up-Status Ein fester Wert aus: offen, gesendet, geantwortet, geparkt. Per Dropdown erzwingen, sonst entstehen acht Schreibweisen. gesendet
Was sie sucht/braucht Das konkrete Anliegen der Person – eine Einstellung, ein Intro, Feedback. Diese Spalte macht dich zur Person, die liefert. Sucht Senior-Entwicklerin für Energie-Startup
Was ich angeboten habe Dein Versprechen aus dem Gespräch, wörtlich notiert. Unerfüllte Zusagen sind der schnellste Weg, einen Kontakt zu verbrennen. Intro zu Carla (kennt zwei passende Kandidatinnen)
Letzter Kontakt Im Format JJJJ-MM-TT eintragen, sonst sortiert die Tabelle Mai vor April und du merkst es nicht. 2026-06-02
Nächstes Follow-up Konkretes Datum statt „bald“. Faustregel: 48 Stunden nach dem Kennenlernen, dann zwei bis drei Wochen später. 2026-06-23
Notizen Gesprächsdetails mit Wiederanknüpf-Wert: Themen, Meinungen, gemeinsame Bekannte. Nichts, was du nicht laut vorlesen würdest. Skeptisch bei Wasserstoff-Hype; läuft Halbmarathon im September

So nutzt du die Vorlage

  1. Richte den Status als Dropdown ein

    Markiere die Spalte „Follow-up-Status“ und lege eine Datenvalidierung mit fester Liste an: offen, gesendet, geantwortet, geparkt. In Google Sheets unter „Daten → Datenvalidierung → Dropdown“. Nur mit festen Werten kannst du später sauber filtern, wer noch auf dein Follow-up wartet.

  2. Trage Kontakte am selben Abend ein

    Der Wert eines Netzwerk-Trackers entsteht in den ersten 24 Stunden: Wer dich vorgestellt hat, was jemand sucht und was du versprochen hast, verblasst über Nacht. Plane nach jedem Event zehn Minuten ein, in denen du nur die Spalten „Wo“, „Braucht“ und „Angeboten“ füllst – der Rest kann warten.

  3. Färbe offene Zusagen mit bedingter Formatierung

    Lege eine Regel an: Wenn „Was ich angeboten habe“ gefüllt ist und der Status noch „offen“ heißt, färbe die Zeile. So springt dir jede unerfüllte Zusage ins Auge, bevor sie peinlich wird. Eine zweite Regel markiert Datumswerte in „Nächstes Follow-up“, die vor HEUTE() liegen.

  4. Filtere wöchentlich nach Status statt zu scrollen

    Setze einmal pro Woche den Filter auf Status = „offen“ plus Follow-up-Datum in der Vergangenheit. Das Ergebnis ist deine komplette To-do-Liste – meist drei bis fünf Nachrichten. Arbeite sie ab, stelle den Status um und schließe die Datei wieder. Mehr Pflege braucht der Tracker nicht.

Typische Fehler

  1. Jeden Smalltalk-Kontakt erfassen

    Nicht jede Visitenkarte verdient eine Zeile. Wenn du nach einem Event ehrlich keine Fortsetzung willst, lass die Person weg – ein Tracker voller Karteileichen fühlt sich nach Arbeit an und wird gemieden. Faustregel: Nur eintragen, wen du in den nächsten vier Wochen wirklich anschreiben willst.

  2. Nur nehmen, nie notieren, was du gibst

    Viele Tracker halten nur fest, was andere für einen tun könnten. Das kippt die Beziehung von Anfang an. Die Spalte „Was ich angeboten habe“ ist bewusst gleichberechtigt – wenn sie über Wochen leer bleibt, ist das ein ehrliches Signal, dass du gerade nur sammelst statt zu netzwerken.

  3. Follow-ups versenden und nie nachhalten

    „Gesendet“ ist kein Endzustand. Bleibt eine Nachricht zwei bis drei Wochen unbeantwortet, gehört die Zeile aktiv auf „geparkt“ oder bekommt ein neues Follow-up-Datum – sonst sammeln sich Zombie-Zeilen, bei denen niemand mehr weiß, ob der Ball bei dir liegt oder drüben.

  4. Den Tracker im offenen Team-Drive parken

    Ein Netzwerk-Tracker enthält Urteile über Menschen – wer zögerlich wirkte, wer was sucht, wer wen kennt. Im geteilten Firmen-Drive kann das jede:r lesen, auch die erwähnten Personen irgendwann. Halte die Datei privat oder lokal und schreib nichts hinein, was dir vorgehalten werden könnte.

Häufige Fragen

Wie behalte ich den Überblick über Networking-Kontakte?
Erfasse jeden relevanten Kontakt noch am selben Tag mit vier Angaben: wo ihr euch getroffen habt, wer euch vorgestellt hat, was die Person braucht und was du zugesagt hast. Setze dann ein konkretes Follow-up-Datum und prüfe die Liste einmal pro Woche per Filter. Konsequenz schlägt dabei jedes Tool – fünf gepflegte Zeilen sind mehr wert als fünfzig vergessene.
Wann sollte ich mich nach einem Event melden?
Innerhalb von 48 Stunden, solange das Gespräch beiden noch präsent ist – kurz, konkret, mit Bezug auf ein Thema von euch. Das zweite Follow-up folgt zwei bis drei Wochen später und liefert idealerweise etwas: den versprochenen Link, ein Intro, eine Antwort. Danach reicht ein Rhythmus, der zur tatsächlichen Nähe passt.
Was trage ich in einen Netzwerk-Tracker ein – und was nicht?
Eintragen: Kennenlern-Kontext, gegenseitige Anliegen, Zusagen, Termine und konkrete Gesprächsdetails als Anknüpfungspunkt. Weglassen: Gesundheit, private Konflikte, Gehälter und alles, was der Person unangenehm wäre, falls sie die Datei je sieht. Ein guter Test: Jede Notiz sollte so formuliert sein, dass du sie der Person zeigen könntest.
Reicht LinkedIn nicht als Netzwerk-Tracker?
LinkedIn zeigt dir, wen du kennst – aber nicht, was ihr besprochen habt, was du zugesagt hast oder wann du dich melden wolltest. Genau diese drei Dinge entscheiden, ob aus einem Kontakt eine Verbindung wird. Außerdem gehört dein LinkedIn-Netzwerk der Plattform; deine eigene Datei gehört dir und übersteht jeden Plattform-Umbau.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-10

Wenn die Tabelle zu klein wird.

Endearist importiert diese CSV direkt — und erinnert dich, bevor Kontakte einschlafen. Kostenlos bis 25 Kontakte.

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