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Investoren-Pipeline-Tracker
Ein Fundraise ist kein Pitch, sondern fünfzig parallele Gespräche in unterschiedlichen Stadien — und ab Woche zwei weiß niemand mehr auswendig, welcher Partner das Deck schon hat, wer ein Intro versprochen hat und welcher Fonds aus welchem Grund abgesagt hat. Genau dafür ist diese Vorlage gebaut. Sie trackt Partner statt Fonds (denn ein Fonds investiert nicht, eine Person tut es), den Intro-Pfad zu jeder Person und — der unterschätzte Teil — jeden Pass mit Grund und Wiedervorlage-Datum. Die meisten Investments entstehen beim zweiten oder dritten Kontakt, nicht beim ersten. Die CSV importierst du bei Bedarf direkt in Endearist; sie funktioniert aber genauso gut als schlichte Tabelle neben deinem Datenraum.
Öffnet in Excel, Google Sheets, Numbers — oder importiert direkt in Endearist.
Was die Spalten bedeuten
| Spalte | So nutzt du sie | Beispiel |
|---|---|---|
| Fonds | Der Fonds oder das Family Office. Mehrere Partner im selben Fonds? Mehrere Zeilen. | Nordwind Capital |
| Partner:in | Die konkrete Person, die deinen Deal championen müsste — nie nur den Fondsnamen tracken. | Dr. Lena Hartwig |
| Stage-Fokus | Pre-Seed, Seed, Series A … Ein Fonds außerhalb deiner Stage kostet Zeit, keine Chance. | Seed bis Series A |
| Ticketgröße | Typisches Ticket laut Website oder letzten Deals — entscheidet, ob Lead oder Follow realistisch ist. | 500 k – 1,5 Mio. € |
| Intro-Pfad | Wer dich glaubwürdig vorstellen kann: Portfolio-Gründer:in, Angel, gemeinsamer Kontakt. Leer = noch Hausaufgaben. | Über Samira Voss (Portfolio-Gründerin) |
| Status | Recherche → Intro angefragt → vorgestellt → Gespräch → Pass / Investment. Eine Stufe pro Update, kein Springen. | Gespräch am 2026-06-22 |
| Pass-Grund | Der echte Grund der Absage, in deren Worten. „Zu früh“ ist eine Einladung, kein Endpunkt. | Zu früh — wollen 50 k MRR sehen |
| Wiedervorlage | Wann du dich mit Traction-Update zurückmeldest. Jeder weiche Pass bekommt eines. | 2026-10-01 |
| Notizen | Thesen, Portfolio-Konflikte, persönliche Details aus Gesprächen — alles, was das nächste Update präziser macht. | Schreibt selbst über Vertical SaaS — Blogpost lesen vor dem Call |
So nutzt du die Vorlage
- Baue die Liste vor dem Raise, nicht währenddessen
Recherchiere 40 bis 60 passende Partner, bevor du das erste Deck verschickst: Stage, Ticketgröße, Portfolio-Nähe, Intro-Pfad. Während des Raises hast du dafür keine Zeit mehr — dann läufst du Gesprächen hinterher. Eine vorbereitete Pipeline lässt dich Batches parallel starten, was Momentum und damit Terms verbessert.
- Fülle die Intro-Pfad-Spalte, bevor du anklopfst
Sortiere die Tabelle nach intro_path und arbeite zuerst die Zeilen ab, in denen ein Name steht. Für die leeren Zeilen recherchierst du: Welche Portfolio-Gründer:innen kennst du? Wer aus deinem Angel-Kreis kennt den Fonds? Ein Warm Intro vervielfacht die Antwortquote — und der Weg dorthin ist für viele Investoren bereits der erste Test.
- Wöchentliches Pipeline-Review, sortiert nach Status
Einmal pro Woche sortierst du nach Status und stellst pro Zeile eine Frage: Was ist der nächste konkrete Schritt, und wer ist am Zug? Jede Zeile ohne Antwort ist ein stiller Deal-Tod. Investoren sagen selten aktiv ab — sie lassen Threads auslaufen. Dein Review ist das Gegenmittel: höflich nachfassen, bevor der Faden reißt.
- Mache aus Pässen eine Update-Liste
Filtere monatlich nach revisit_date. Jeder weiche Pass („zu früh“, „erst mehr Umsatz“) bekommt beim genannten Meilenstein ein kurzes, faktisches Update: Kennzahl erreicht, hier der Beweis. Diese Mails sind die billigsten Meetings deines Lebens, denn der Fonds kennt dich schon — du lieferst nur den fehlenden Datenpunkt nach.
Typische Fehler
- Um Geld bitten, bevor Wärme da ist
Die kalte Massenmail an vierzig Fonds fühlt sich produktiv an und konvertiert fast nie. Investoren preisen ein, dass du den Weg über dein Netzwerk nicht gefunden hast. Investiere die gleiche Zeit in die Intro-Pfad-Spalte: ein einziges glaubwürdiges Warm Intro schlägt vierzig kalte Anschreiben — und verbrennt keine Fonds für die nächste Runde.
- Fonds tracken statt Menschen
„Nordwind Capital — Gespräch läuft“ ist eine nutzlose Zeile. Welcher Partner? Wer hat intern das letzte Wort? Wer hat dich vorgestellt? Ein Investment braucht eine Person, die deinen Deal montags im Partner-Meeting verteidigt. Wenn deine Tabelle diese Person nicht kennt, kennst du den Stand deines Deals nicht.
- Einen Pass als endgültig behandeln
Wer nach einer Absage die Zeile löscht, wirft den wertvollsten Teil des Gesprächs weg: den Grund. „Zu früh“ heißt „zeig mir Traction“, „Portfolio-Konflikt“ heißt „frag beim nächsten Fonds“. Ohne pass_reason und revisit_date startet deine nächste Runde bei null — mit ihnen startet sie mit dreißig vorgewärmten Kontakten.
- Momentum durch Tröpfel-Outreach verspielen
Wer jede Woche zwei Fonds anschreibt, hat nie zwei interessierte Parteien gleichzeitig — und damit nie Verhandlungsmacht. Nutze die fertige Pipeline, um in Wellen von zehn bis fünfzehn Gesprächen zu starten. Knappheit und Parallelität sind keine Tricks, sondern die einzige ehrliche Art, einen fairen Preis zu finden.
Häufige Fragen
- Wie viele Investoren gehören in eine Seed-Pipeline?
- Plane mit 50 bis 100 recherchierten Partnern, von denen du 30 bis 50 tatsächlich ansprichst. Typische Trichter sind steil: Aus 50 Erstkontakten werden vielleicht 20 Gespräche, fünf Second Meetings und ein bis drei Term Sheets. Wer mit zehn Namen startet, verwechselt eine Wunschliste mit einer Pipeline und hat nach drei Absagen keine Optionen mehr.
- Was bedeutet „Intro-Pfad“ konkret?
- Die kürzeste glaubwürdige Verbindung zwischen dir und einem Partner: eine Portfolio-Gründerin, die dich empfehlen kann, ein Angel aus deiner Runde, ein gemeinsamer Ex-Kollege. Glaubwürdig heißt: Die Person kennt deine Arbeit und der Fonds respektiert ihr Urteil. Ein schwaches Intro von jemandem, den der Partner kaum kennt, ist kaum besser als eine kalte Mail.
- Soll ich Investoren-Updates auch an Fonds schicken, die abgesagt haben?
- Ja — an alle weichen Pässe, die echtes Interesse gezeigt haben. Ein kurzes monatliches oder quartalsweises Update mit Kennzahlen hält dich im Kopf und beweist Verlässlichkeit, die wichtigste Gründer-Eigenschaft aus Investorensicht. Viele Folgerunden entstehen genau so: Ein Fonds, der bei Seed abgesagt hat, führt die Series A, weil er zwölf Monate Fortschritt live mitgelesen hat.
- Brauche ich dafür ein CRM oder reicht eine Tabelle?
- Für einen einzelnen Raise reicht eine Tabelle völlig — sie ist schnell, flexibel und gehört dir. Eng wird es zwischen den Runden: Die Beziehungen zu vierzig Partnern über zwei Jahre warmzuhalten, scheitert in einer Tabelle meist an fehlenden Erinnerungen. Dann lohnt der Umzug in ein Personal CRM; diese CSV ist bewusst so gebaut, dass der Import verlustfrei klappt.
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-10
Wenn die Tabelle zu klein wird.
Endearist importiert diese CSV direkt — und erinnert dich, bevor Kontakte einschlafen. Kostenlos bis 25 Kontakte.
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