Endearist
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Privatsphäre · Unabhängigkeit

Wir gehören uns. Und das bleibt so.

Acquisition-Angst ist in Personal-CRM-Märkten berechtigt. Hier steht offen, warum wir kein Venture Capital aufnehmen, was das konkret bedeutet — und welche Garantien du hast, falls wir uns doch mal irren.

Das Muster, das wir kennen

Mesh wurde von Automattic übernommen. Clay wurde an ServiceTitan verkauft. Accompany an Cisco. Brewster wurde eingestellt. Humin an Tinder verkauft und abgeschaltet. Jedes Mal standen Nutzer:innen vor der gleichen Situation: Eine App, in die sie Monate oder Jahre investiert hatten, ändert Eigentümer — und mit dem Eigentümer oft auch Datenpolitik, Preismodell und Roadmap.

Das ist kein Zufall. Venture Capital hat einen strukturellen Exit-Imperativ: Investoren brauchen Rendite, Rendite kommt durch Acquisition oder IPO, Acquisition bedeutet fast immer einen neuen Eigentümer mit anderen Zielen. Apps, die mit VC finanziert sind und persönliche Daten verwalten, tragen dieses Risiko von Anfang an.

Wir wollen dieses Risiko nicht. Deshalb haben wir es von Anfang an ausgeschlossen.

Wie Endearist finanziert ist

Endearist ist privat finanziert und bootstrapped. Kein Venture Capital, keine Angel-Investoren mit Equity, keine Acquisition-Gespräche. Das Unternehmen gehört seinen Gründern — vollständig, ohne externe Stakeholder mit Exit-Erwartungen.

Das Geschäftsmodell ist bewusst einfach: Du kaufst die App einmal, wir bauen eine App, die gut genug ist, dass du das möchtest. Keine monatlichen Abo-Verpflichtungen, die uns an eine bestimmte Nutzerbasis binden. Kein Investor, dem wir "User Growth" oder "Monthly Active Users" reporten müssen. Kein Druck, dein Verhalten zu monetarisieren.

Das ist keine romantische Pose. Es ist eine rationale Entscheidung: Privacy-first und VC sind strukturell schwer vereinbar, weil VC Exit braucht und Exit meist bedeutet, dass jemand mit anderen Prioritäten übernimmt.

Was passiert, wenn wir trotzdem verkaufen

Ehrlichkeit zuerst: Wir schließen nicht aus, dass sich die Lage in zehn Jahren anders darstellt. Deshalb stehen hier konkrete Garantien für den Fall, dass wir uns irren.

Wenn Endearist jemals verkauft werden sollte, gilt folgendes unwiderruflich:

  • 90 Tage Vorwarnung. Wir geben mindestens 90 Tage Ankündigungsfrist, bevor ein Eigentumsübergang wirksam wird. Genug Zeit, um alle Daten zu exportieren und zu entscheiden, ob du weiter dabei bist.
  • Vollständiger Export jederzeit. Während der Ankündigungsperiode ist der vollständige Export-Flow garantiert verfügbar — Markdown-Export, SQLite-Datei, alles. Kein Abschalten bevor du exportiert hast.
  • Open-Source des Kerns. Der App-Kern und das Datenformat-Spec werden bei Acquisition oder Schließung als Open Source veröffentlicht, unter einer freizügigen Lizenz. Kein proprietäres Lock-in nach dem Ausschalten.

Das gilt auch wenn wir schließen ohne Acquisition — gleiche Regeln, gleiche Fristen. Wenn wir aufhören zu existieren, existieren deine Daten weiter. In einem Format, das du lesen, konvertieren und in jede andere App importieren kannst.

Was wir nicht versprechen können

Wir können nicht versprechen, dass wir für immer existieren. Kleine unabhängige Software-Unternehmen gehen manchmal unter — aus wirtschaftlichen Gründen, aus persönlichen Gründen, aus Gründen, die wir heute nicht vorhersehen können.

Was wir versprechen: Wenn das passiert, hast du alles, was du brauchst, um weiterzumachen. Deine Daten, dein Format, dein Code. Endearist kann sterben — deine Beziehungshistorie muss das nicht.